Projekt 52: Auszeichnung

Beim Projekt 52 geht es darum, jede Woche zu einem vorgegebenen Thema etwas zu machen, z. B. Foto, Zeichnung oder Text und das dann auf dem Blog oder auf Social Media zu teilen. Wichtig ist, dass nichts aus dem Archiv genommen werden soll. Es muss also extra für Projekt 52 bzw. für dem Thema produziert sein.


Ich habe noch nie eine Auszeichnung bekommen. Aber wenn ich eine verdient hätte, dann wäre es eine fürs Prokrastinieren. Denn darin bin ich Meisterin.

Eigentlich ist das meine Strategie, um etwas zu vermeiden, was ich unangenehm finde oder mir keinen Spaß macht. Vor allem wenn ich auf eine Nachricht antworten muss. Weil ich, abgesehen von Discord und auf der Arbeit, recht wenig mit anderen über Text (oder mündlich) kommuniziere und kaum Freund*innen habe, fällt es mir besonders schwer, zu reagieren.

Dass ich nicht direkt antworte und gar einige Stunden oder Tage verstreichen lasse, mache ich nicht mit Absicht. Sondern weil es mir schwer fällt. In der Zeit mache ich dann alles, nur nicht das, was ich tun sollte. Stundenlang im Internet surfen, an meiner Nagelhaut knibbeln. Wenn ihr mich beim Knibbeln seht, bedeutet das meistens, dass mich etwas gedanklich beschäftigt.

Wenn es also eine Auszeichnung fürs Prokrastinieren oder Vermeiden von Aufgaben gäbe, ich hätte sie verdient. Allerdings ist das weniger eine Auszeichnung, auf die ich stolz sein sollte. Stattdessen sollte ich an mir arbeiten und endlich auf diese Nachricht antworten!