Projekt 52: Fotografie

Postkarte mit fünf Bildern und dem Schriftzug „Grüße aus Herzogenrath“ mit dem Stadtwappen. Die Bilder haben einen Bezug zu Herzogenrath.
Logo von Projekt 52
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Auch 2026 gibt es wieder das Projekt 52 von Sari. 2008 fand es zum ersten Mal statt und in das Jahr führt uns auch mein erster Beitrag. Es geht nämlich um Fotografie ...

Die Fotografie & ich

Zunächst müssen wir aber etwas weiter zurück in die Vergangenheit reisen, nämlich in meine Kindheit.

Im Grunde wurde mir die Fotografie in die Wiege gelegt. Schon mein Opa väterlicherseits (1919 - 2002) hat fotografiert, natürlich analog. Seine bevorzugten Motive waren unser Heimatort, er war auch Mitglied im Heimatverein. Ich erinnere mich noch dunkel daran, dass meine Großeltern sämtliche Kalender des Vereins hatten. Durch sein Hobby gab es auch schon sehr früh Fotos der Familie.

Auch mein Vater fotografiert (und filmt) viel. Die Kamera (auch eine große Videokamera von Canon) war ständiger Begleiter beim jährlichen Urlaub im Sommer in den Alpen. Zu Hause liegt unter anderem noch eine Spiegelreflexkamera von Nikon aus den 1990er Jahren. Da war es nur normal, dass ich auch eine eigene Kamera hatte, die ich schließlich auch mit ca. 8 oder 9 Jahren bekam.

Irgendwann kamen dann die ersten digitalen Kameras auf den Markt und das war natürlich was ganz Besonderes. Man konnte das Foto direkt sehen! Und die Kamera hatte einen Bildschirm - wenn auch einen sehr kleinen. Mein Vater kaufte damals, es muss so 2002 oder 2003 gewesen sein, eine kleine Kamera von Kodak mit, lasst mich nicht lügen, sechs Megapixeln. Oder waren es vier? Mein iPhone* (13 Pro) hat 12, meine Canon EOS 60D* ganze 18 und meine Insta360 Ace Pro* sogar 48 (die Insta360 habe ich mir für Radtouren gekauft). Eigentlich braucht man ja nicht soooo viele Megapixel. Zumindest, wenn man sich die Fotos eh nur auf einem Bildschirm anschaut. Da fällt mir ein, ich muss mal wieder die Inhalte der SD-Karte auf Festplatte übertragen. Vielleicht sollte ich auch mal Fotobücher für jedes Jahr erstellen. Und die Videos von den Radtouren möchten auch geschnitten werden.

Mit der digitalen Kamera konnte ich dann einfach drauflosknipsen. Und es war wirklich nur knipsen. Die kleine Kodak reichte bald nicht mehr und mein Vater mag Technik und so zog bald eine Bridgekamera von Olympus bei uns ein. Mit einer Bridgekamera hat man viel mehr Einstellmöglichkeiten, aber sie ist kleiner und somit handlicher, als eine DSLR. Mit der Kamera habe ich experimentiert und z. B. versucht, Tropfen im Fall zu fotografieren oder habe kleine Szenen aus Playmobilfiguren gebaut oder einfach mehr mit einem "künstlerischen" Auge meine Umgebung wahrgenommen und fotografiert. Noch bevor mein Vater selber eine DSLR gekauft hat, hab ich mir eine gegönnt: die Olympus E-510. Damals gab es bei Media Markt ein Angebot und ich hab zugeschlagen. Warum Olympus, obwohl mein Vater Objektive von seiner alten analogen Nikon-Spiegelreflexkamera hat? Weil die Bridgekamera von Olympus war und ich dachte, wenn ich schon an die Handhabung gewöhnt bin und außerdem: Nikon oder Canon hat ja jeder! Spoiler: nur drei Jahre später hab ich die eben genannte Canon gekauft.

Zurück ins Jahr 2008

Aber ich wollte ja ins Jahr 2008. Das Jahr, in dem ich die Olympus gekauft habe und an einem Fotowwettbewerb teilgenommen habe. Das Stadtmarketing meiner Heimatstadt veranstaltete nämlich einen zum Thema "Herzogenrath - wie ich es sehe". Ich reichte zwei Bilder ein und in der örtlichen Sparkassen-Filiale fand eine Ausstellung statt, bei der man die teilnehmenden Fotos sehen und für das Gewinnerfoto abstimmen konnte. Ich habe den dritten und neunten Platz gewonnen. 🎉

Leider weiß ich nicht, wo meine Originalfotos sind und ob ich die überhaupt noch habe. 2008 ist schon ein bisschen was her. Aber ich habe noch eine Postkarte mit meinem Foto und den Zeitungsausschnitt von der Preisverleihung.

Postkarte mit fünf Bildern und dem Schriftzug „Grüße aus Herzogenrath“ mit dem Stadtwappen. Die Bilder haben alle einen Bezug zur Stadt Herzogenrath (z. B. eine Statue oder die bunt angestrahlte Burg Rode).
Postkarte mit einem Foto von mir (links unten)
Ein Zeitungsausschnitt aus der „Super Sonntag“ vom 3. September 2008. Im Artikel wird über einen Fotowettbewerb des Herzogenrather Stadtmarketings berichtet. Thema des Wettbewerbs: „Herzogenrath - wie ich es sehe“. Neben dem Artikel ist ein Gruppenfoto der Gewinner*innen.
Zeitungsartikel aus der Super Mittwoch vom 3. September 2008

Zurück zur großen Kamera?

Eine Weile wollte ich auch beruflich fotografieren und habe ebenso versucht, Menschen zu fotografieren. Doch dann wurde mir klar, dass das nichts für mich ist. Mittlerweile nehme ich meine Kamera nur noch sehr selten zur Hand und wenn, dann um aus dem Fenster heraus Vögel im Garten zu fotografieren. Gerne möchte ich das Hobby wieder aufnehmen und die Kamera wieder mehr mitnehmen. Das iPhone ist aber nun mal unschlagbar gegenüber der "alten" Kamera. Es ist immer dabei, nimmt keinen Platz weg, wiegt fast nichts und ist schnell hervorgeholt. Ich kann mit ihm fotografieren, aber auch filmen. Mit der Canon kann ich zwar auch filmen, aber nur für 30 Minuten. Ich bin mir aber gar nicht so sicher, ob das Limit für heutige Kameras noch gilt. Google zeigt mir nur ältere Beiträge an und anscheinend gab es eine neue Regelung.

Die Fotografie begleitet mich also auch weiterhin, nur nicht mehr so sehr, wie früher. Und ein bisschen ist es auch schade um die gute Kamera. 2022 erst habe ich mir ein gebrauchtes Teleobjektiv gekauft und ich überlege ja, mir ein Macroobjektiv (gebraucht) zu gönnen. Für die Olympus hatte ich eins von Sigma, aber das passt nicht auf die Canon. Eine neue Kamera lohnt sich jedenfalls nicht und wenn es doch mal irgendwann eine neue wird, kaufe ich mir eine Systemkamera. Das sind spiegellose Kameras, die aber ebenfalls viele Einstellungsmöglichkeiten haben. Eigentlich wie eine Bridgekamera, allerdings mit dem Vorteil, dass das Objektiv gewechselt werden kann.

Mein Opa hat übrigens nicht erlebt, wie ich schließlich mit einer großen Kamera ausgerüstet die Stadt fotografiere oder einfach alles, was mir vors Objektiv rennt. Ebenso wie meine Oma (mütterlicherseits) nie davon erfahren wird, dass ich mittlerweile nähen und stricken kann. Irgendwie schade. Aber vielleicht schauen sie ja zu. Von da oben oder wo auch immer sie sind.