Sonntags Top 7 - ein Rückblick auf die letzten Wochen
Eigentlich soll es bei den Sonntags Top 7 um die vergangene Woche gehen. Aber ich dachte mir, dass ich einen etwas größeren Rückblick mache. Mein letzter Blogbeitrag ist ja schon eine Weile her. Irgendwie stecke ich mal wieder in einem Blog-Tief.
Gelesen
Natürlich habe ich viel gelesen. Ich möchte euch ein paar davon empfehlen, da sie für die aktuelle Zeit, in der wir uns befinden, wichtig sind:
"Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus" von Rainer Mühlhoff. Ich zitiere hier mal den letzten Satz:
Nur eine aktive und aufgeklärte demokratische Kontrolle dieser Technologien kann verhindern, dass sie zu einer technologischen Plattform eines neuen Faschismus werden.
In "Beklaute Frauen" zeigt uns Leonie Schöler, wie Frauen in der Forschung kleingemacht wurden, damit Männer die von Frauen gemachten Entdeckungen zu Eigen machen konnten. Viele Entdeckungen in der Wissenschaft gehen auf Frauen, oftmals sogar die Ehefrauen, zurück. Frauen wurde der Zutritt zu Unis verwehrt. Frauen durften nicht forschen. Und wenn sie es dann doch konnten, kam ein Mann daher und klaute ihre Arbeiten, um dafür Preise und Macht zu gewinnen. Auch heute scheinen Männer der Meinung zu sein, dass Frauen bestimmte Dinger nicht tun sollten/dürfen. Dass es biologisch nicht möglich ist, dass sie zu dumm sind, dass sie hinter den Herd gehören, Kinder kriegen sollen. Geschichte wiederholt sich.
Gerade lese ich "Unshame" von Luisa Dellert. Darin geht es um Frauenkörper, Diäten und den Drang, schön und schlank zu sein. Schaut man in diverse Kommentarspalten, erfährt man schnell, dass auch im Jahr 2026 Frauenkörper kommentiert werden - vor allem von Männern, vereinzelt auch von Frauen. Wir scheinen uns wirklich rückwärts zu bewegen.
Gehört/Gesehen
Die üblichen Podcasts habe ich gehört: Lateral, Because Language, Let's Learn Everything. Aber auch die Science Cops und Zwischen Fortschritt und Frevel.
Erlebnis
Im August habe ich die partzielle Sonnenfinsternis gesehen. Zwar konnten wir keine Brillen mehr ergattern und die von 1999 liegt in meinem Kinderzimmer (wahrscheinlich wäre sie auch nicht mehr so gut gewesen). Aber ich habe ganz schnell eine Lochkamera gebastelt. Stellte sich heraus: wäre gar nicht nötig gewesen. Es waren sooo viele Leute an der Wiese, von der aus wir geguckt haben und eine Freundin + Familie und Freunden war auch da. So konnte ich von denen eine Brille leihen und tatsächlich was sehen. Die Sonnenfinsternis 1999 fiel für mich leider wegen Wolken am Himmel aus. Ich hatte damals extra vorher beim Optiker eine Brille für, ich meine, 5 DM gekauft. Immerhin ein gutes Andenken.
Die partzielle Sonnenfinsternis war jedenfalls ein Erlebnis. Vor allem, weil ich noch nie sooo viele Menschen (und parkende Autos sowie Fahrräder) auf dem Weg gesehen habe. Das war schon krass zu sehen. Aber es war wirklich toll.
Vor zwei Wochen waren wir beim Traktorpulling in Gulpen. Ziemlich verrücktes Event und für die Umwelt keineswegs gut. Für die Ohren war es auch ein Erlebnis, sowohl vom Lärm der Motoren als auch der merkwürdigen Musikwahl. Deutsche Schlager, Techno, 80er (?) Jahre Rock, gemischt mit Pop und niederländischem Schlager.
Letzten Sonntag waren meine Eltern und ich auf dem Europamarkt in Aachen. An einem Stand habe ich eine handgemachte Keramiktasse mit einem Drachen gekauft. Der Stand war von der Töpferei Dietz aus Königswinter und es gab dort sehr schöne Sachen - vor allem mit Drachen. Ist ja logisch, der Drachenfels ist schließlich in Königswinter. Leider konnte ich "nur" die Tasse für 32 € nehmen, dabei hätte ich am liebsten eine andere gekauft. Um die Tasse schlängelte sich nämlich ein Drache. Leider kostete sie auch über 200 €. Außerdem gab es einen Brunnen mit einem Drachen ...
An dem Tag haben wir auch noch den Dom bestiegen bzw. den Turm. Das war jetzt nichts Neues für uns, schließlich sind wir aus Aachen. Aber es war trotzdem eine gute Idee. Das Wetter war perfekt und das hat man ja auch nicht immer.
Gestern war Stricktreffen. Vor 13 Jahren fand das erste Stricktreffen statt. Beim letzten Mal hab ich nachgeguckt, wann ich zum ersten Mal dabei war. Wahrscheinlich war ich beim dritten Treffen dabei. Irgendwann bin ich nicht mehr hingegangen, dann kam die Pandemie und seit März 2025 bin ich wieder fast jeden Monat dabei.
Nach dem Stricktreffen bin ich noch in die Innenstadt geradelt, weil im Meffi's Tag der offenen Tür war und ein Keramikworkshop angeboten wurde. Bisher hab ich mich nie getraut, zu irgendwelchen Veranstaltungen im Meffi's zu gehen. Aber weil ich eh in der Stadt war, hab ich das verbunden. Ich habe eine große Garnschale getöpfert und hoffe, sie überlebt das Trocknen. Ich werde nun öfter zum Keramikworkshop gehen. Es tut so gut, über den eigenen Schatten zu springen.
Genuss
Beim Stricktreffen gab es Krippekratz von Lammerskötter. Krippekatz ist ein Schokoladenkuchen, oder eher eine Tarte. Von der Konsistenz erinnert er an Brownie. Aber oben ist der Kuchen zersplittert und leicht knusprig. Innen weich. Ein Rezept konnte ich nicht finden.
Krippekatz wird wohl der Teufel genannt, der hier in Aachen für so manche Dinger verantwortlich ist (z. B. den Lousberg) und der früher sein Unwesen hier getrieben hat.
Drinnen/Draußen
Der Teich ist sehr voll. Noch vor ein paar Wochen fehlten einige Zentimeter an Wasser.
Web-Fundstück/e
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Hobbys
Ich habe viel gestrickt und sogar was genäht. Außerdem hab ich mich irgendwann auf Threadloop angemeldet. Da ist quasi Ravelry für nähende Menschen. Ich muss unbedingt mal meine genähten Sachen fotografieren.
Gestrickt (u. a.): Chicken & Egg Pouch; angefangen habe ich die Socken "Sumertime" aus der Laine Nummer 29. Mehr könnt ihr in meinem Ravelry-Profil sehen. Außerdem habe ich zwei T-Shirts (eins davon zum Schlafen) aus dem Schnittmuster Frau Amy von Studio Schnittreif genäht sowie ein langärmliges Oberteil (Frau Lara). Die Frau Lara werde ich noch ein weiteres Mal nähen, ich habe den Stoff nämlich in zwei Farben gekauft, weil ich Schnittmuster und Stoff so schön fand.





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