Rückblick Januar 2026

Bücher

5 Bücher habe ich im Januar gelesen. Zugegebenermaßen habe ich das erste Buch allerdings im alten Jahr begonnen und am 1. Januar beendet.

3/5 Sterne: "Love's a Witch" von Tricia O'Malley. Meine Gedanken dazu:

Ich fand das Verhalten von Knox (was ist das überhaupt für ein Name?) teilweise etwas übergriffig gegenüber - wie hieß sie noch gleich? Die Protagonistin, deren Namen ich wieder vergessen habe. Knox konnte ich mir merken. Wenn sie ihm sagt, dass sie kein Interesse hat, warum erzählt er dann jedem, dass er Interesse an ihr hat? Etwas kindisch und grenzüberschreitend und toxisch. Ich mein, sie hatte ja eindeutig Interesse, wollte es aber nicht zugeben. Aber trotzdem kann man(n) ja erst mal das Nein akzeptieren. 

Die Timeline, wann die Familie aus dem Ort weggezogen ist, find ich nicht stimmig. Es liest sich, als wären die drei Schwestern ... Sloane! Jetzt ist mir der Name wieder eingefallen. Es liest sich, als wären die Schwestern noch Kinder gewesen, als sie weggezogen sind. Aber dann taucht die erste Liebe von der einen Schwester auf (ich weiß nicht mehr, ob jüngste oder mittlere) und sie war 16 damals. Sloane war dann wohl 17 oder 18 und wurde im Verlauf des Buches 25. Das heißt, sie sind erst vor 7 Jahren weggezogen. Ich hab oft den Eindruck, dass in diesen Büchern die Zeit nicht passt und die Charaktere haben mit Ende 20 schon 30 Jahre Erfahrung in X oder so. 

5/5 Sterne: "Heitere Geschichten für den Jahresanfang" ist eine Sammlung an Kurzgeschichten unterschiedlicher Autor*innen, größten Teils aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Ich würde die Geschichten nicht alle als heiter beschreiben, aber zumindest waren sie mal eine willkommene Abwechslung zu dem, was ich sonst so lese.

3,75/5 Sterne: "Love at First Fright" von Nadia El-Fassi ist eine "paranormal spicy age-gap romance". Rosemarys Besteller-Horror-Roman wird verfilmt und der Hollywood-Schauspieler Ellis soll den Protagonisten verkörpern. Sie mag ihn erst gar nicht und findet, dass er völlig falsch für die Rolle ist. Aber natürlich kommt es, wie es kommen muss. Der Age Gap ist elf Jahre (Rosemary ist Ende 20, Ellis Anfang 40) und wird nur am Rande von Ellis Schauspiel-Kolleg*innen diskutiert (hinter seinem Rücken). Ich hab erwartet, dass das Thema irgendwann im Laufe des Romans noch relevant sein würde, aber da hab ich mich wohl getäuscht. Das Getuschelt über den Altersunterschied hätte man also auch weglassen können. Der Altersunterschied ist jetzt auch nicht super krass. Meine Eltern sind neun Jahre auseinander. Solange alle Parteien einverstanden sind, volljährig und es kein Machtgefälle gibt ist das doch okay.

5/5 Sterne: "Meine Familie, die AfD und ich" von Leonie Plaar. Darin beschreibt die Autorin, wie es ist, in einer Familie aufzuwachsen, die 2013 der AfD beitritt und nicht wahrhaben will, wie problematisch die Partei ist. Vor allem ihr Vater verfällt auch Verschwörungstheorien, die die Partei und einige Medien verbreiten. Es ist ziemlich krass zu lesen, was Leonie Plaar erleben musste. Dass sie schließlich den Kontakt zum Vater, den sie Erzeuger nennt, abbricht, ist nur verständlich. Auf The StoryGraph schreibt eine Rezensentin, dass sie mehr Fakten und weniger Anekdoten erwartet hat. Für mich war das Buch eine gute Mischung aus Fakten, denn die gab es in jedem Kapitel, soweit ich mich erinnere, und Anekdoten. Zumal ich bei dem Titel kein reines faktenbasiertes Buch erwartet habe.

5/5 Sterne: "Eure Heimat ist unser Albtraum" herausgegeben von Fatma Aydemir und Hengameh Yaghoobifarah mit Texten von Zain Salam Assaad, Simone Dede Ayivi, Max Czollek, Anna Dushime, Olga Grjasnowa, Enrico Ippolito, Sharon Dodua Otoo, Reyhan Şahin, Sasha Marianna Salzmann, Mithu Sanyal, Nadia Shehadeh, Margarete Stokowski, Deniz Utlu, Dana Vowinckel, Vina Yun, Hengameh Yaghoobifarah und Fatma Aydemir. Zwei Bücher mit schweren Themen hintereinander, puh.

Ich hab da noch "Toxisch reich" liegen, aber erst mal brauche ich wieder was Leichtes. Deshalb lese ich gerade "The Irresistible Urge to Fall for Your Enemy". Mir wurde das vorgeschlagen auf meinem Kindle.

Netflix & Co

Eine Kollegin hat mir die Serie "Younger" empfohlen und ich bingewatche die aktuell. Die Serie basiert auf einem 2005 erschienen Buch von Pamela Redmond Satran, von der ich noch nie gehört habe. Das Buch würde ich eher nicht lesen und ich vermute, dass das Buch auch etwas anders ist. Aber die Serie - ich hab eine neue Lieblingsserie!